Was sind fugenlose Oberflächen & Mikrozement?
- Eva Kettner-Gössler

- 22. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
In modernen Innenräumen ist der Wunsch nach fugenlosen Oberflächen inzwischen groß – besonders in Badezimmern und Duschen, wo Sauberkeit, Hygiene und Ästhetik Hand in Hand gehen. Mikrozement bietet hier eine elegante Lösung: Er schafft glatte, nahtlose Beschichtungen, die ohne die typischen Fugen auskommen, überall fließend verlaufen und besonders pflegeleicht sind.

Was ist Mikrozement & wie funktioniert das Material?
Mikrozement ist ein dünnschichtiges Beschichtungsmaterial, das ursprünglich und auch heute noch ab und an auf Zementbasis, Harzen, Additiven und Pigmenten aufgebaut wird. Es wird meist in mehreren Schichten händisch aufgetragen, zuerst eine Grundierung oder Haftbrücke, danach eine Basisschicht (die für Stabilität und Tragfähigkeit sorgt), anschließend eine oder mehrere Finish-Schichten, und am Ende eine versiegelnde Beschichtung, die Wasser, Feuchtigkeit und Verschleiß abweist.
Mikrozement im Bodenbereich, insbesondere in Bad und Dusche
Bei Böden, Duschen und Nassräumen hat Mikrozement mehrere klare Vorteile:
Nahtlosigkeit: Ohne Fugen gibt es keine Fugenfugen, in denen sich Schmutz, Schimmel oder Unreinheiten sammeln. Das vereinfacht die Pflege enorm und wirkt optisch beruhigend und modern.
Wasserfestigkeit: Ein gut aufgetragener Mikrozentboden, korrekt versiegelt, ist feuchtigkeitsresistent und kann auch Wasserbelastungen standhalten – ideal für bodengleiche Duschen oder nasse Böden.
Flexibilität & Haftung: Mikrozement kann oft auf bestehenden Belägen wie Fliesen oder Estrich appliziert werden – vorausgesetzt, der Untergrund ist stabil, eben und richtig vorbehandelt. Dadurch entfällt der Aufwand für Abriss und Entsorgung.
Gestalterische Freiheit: Farb- und Strukturvielfalt ist groß: matte oder seidenglänzende Oberflächen, verschiedene Körnungen, Farbeffekte, unterschiedliche Versiegelungsarten etc.
Aber: Was heißt „Zement“?
Ein oft übersehener Aspekt ist: Viele moderne Mikrozement-Systeme enthalten nur geringe bzw. gar keine Mengen echten Zements oder setzen stark auf Kunstharze bzw. Polymere. Der Hintergrund: Reiner Zement neigt bei falscher Lagerung, unter hohen Luftfeuchtigkeitsbedingungen oder bei langer Transportzeit dazu, schon vor der Verarbeitung fest oder klumpig zu werden. Zudem beeinflusst ein hoher Zementanteil die Verarbeitungseigenschaften, Trocknungszeiten und die Rissneigung.
Hersteller reagieren darauf, indem sie Mischungen entwickeln, bei denen das Bindemittel überwiegend aus Harzen oder Polymerdispersion besteht, mit, wenn überhaupt, nur einem geringen Anteil an hydraulisch härtendem Zement. Diese Systeme ermöglichen eine bessere Lagerstabilität, flexiblere Verarbeitung und oft auch eine feinere Struktur. Allerdings muss dann besonders auf die Qualität der Versiegelung und auf Dehnungsfugen (z. B. bei Übergängen oder großen Flächen), sowie auf die Rutschhemmung, geachtet werden.
🔧 BaseBeton von StoneAge – Unser Material & seine Besonderheiten
Für unsere fugenlosen Beschichtungen in Wien setzen wir bei der Malerwerkstatt Kettner-Gössler auf BaseBeton von StoneAge, ein gebrauchsfertiger Mikrobeton-/Betonstuck-Allrounder, der sich hervorragend für Feuchträume eignet. BaseBeton ist bereits ab Werk so formuliert, dass er nahtlos, wasserfest und geeignet für Nassbereiche wie Bad und Dusche ist. Er bietet exzellente Haftung auf vielen Untergründen (Fliesen mit richtiger Vorbereitung, Putz, bestehender Estrich), wodurch aufwendige Abrissarbeiten oft entfallen. BaseBeton ist in vielen Standardfarben erhältlich und lässt sich zudem in nahezu jeder RAL‑ oder NCS‑Farbe mischen, sodass Gestaltungsspielraum groß ist. Abgerundet wird die Oberfläche durch eine 2K‑PU Coating (z. B. BaseBeton Coating), die die Fläche zusätzlich gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Verschleiß schützt.
Worauf sollten Sie beim Einsatz achten?
Professionelle Vorbereitung des Untergrunds: Tragfähig, sauber, trocken, eben.
Wahl einer passenden Versiegelung, insbesondere für Duschen oder häufig nassbeanspruchte Böden.
Fachgerechte Schichtdicke & Anzahl der Lagen – zu dünn wirkt instabil, zu dick kann Spannungen erzeugen.
Kontrolle von Rutschhemmung und Sicherheitsfaktoren im Nassbereich.
Berücksichtigung von Bewegungen oder Temperatur-/Feuchtigkeitsschwankungen, damit Fugenlosigkeit dauerhaft bleibt.
Wenn man all diese Punkte beachtet, bietet Mikrozement eine hervorragende Lösung, um Badezimmer und Duschen in Wien nicht nur optisch auf ein hohes Niveau zu heben, sondern auch in Hinblick auf Pflege, Hygiene und Langlebigkeit.












